Zum Gedenken an Franz Adlkofer MD, PhD

Franz Adlkofer

Prof. Dr. med. Franz Adlkofer (Berlin / München),
Arzt für Innere Medizin; 1964 bis 1968 Wissenschaftlicher
Assistent am Max-Planck-Institut für Biochemie München,
von 1969 bis 1976 Freie Universität Berlin;
dann 20 Jahre in der Industrie tätig;
von 1995 bis 2011 Geschäftsführer und Mitglied
des Stiftungsrates der Stiftung Verum, München;
Koordinator mehrerer EU-Projekte, u.a. auch des REFLEX-Projekts (1999-2004).

Über die Stiftung

In Memoriam Franz Adlkofer MD, PhD
With the passing of Dr. Franz Adlkofer the world has lost an extraordinarily talented and gifted researcher and his family has lost a dear father, grandfather and husband. Franz was a gentle brilliant giant and I was honored to call him my friend. We met in Vienna almost 2 decades ago.
During our meetings in Vienna, he patiently explained to me his genuine astonishment when he discovered that (contrary to his own expectations) low levels of radio frequency radiation did indeed damage the nucleus of brain and other cells. He also shared a number of stories regarding the organized effort to discredit and dismiss his research team, and destroy careers.
The results he and his many collaborators including Wilhelm Mosgöller and Darius Leszczynski had obtained through the Reflex project were highly inconvenient to the industry, which mounted a fool – scale war – game on the science and the scientist culminating in mocking cartoons and covers of Der Spiegel – – the Time magazine of Germany. Fortunately for all of us Adlkofer and Mosgöller did not back down when attacked and they lived to see triumphs in the courts.
Professor Lawrence Lessig, who happens to be fluent in German, followed the effort to suppress and discredit this important science and wrote about it in his books and also hosted Franz and me at the Safra Center for Ethics when he was chair of that program at Harvard Law school. We all owe Franz an enormous debt of gratitude. He was courageous and determined and never gave up in the fight to see the scientific truth emerge. Essentially the work his research team produced confirmed the first observations of Henry Lai and Vijay Singh from 1994 showing that very low levels of radio frequency radiation can damage the DNA inside the cells of a number of animals. These findings have since been corroborated by the National Toxicology Program.
We at Environmental Health Trust mourn the loss of this phenomenally important, indefatigable contributor to the understanding of bioelectromagnetics.
To honor his memory, EHT is pleased to provide a copy of the chapter from my book Disconnect— the Truth about Cell Phone Radiation describing some of what he endured, entitled The Doctor Who Danced with the Devil.
May his memory forever be a blessing.
-Dr. Devra Davis

In Memoriam Franz Adlkofer MD, PhD 

Prof. Dr. med. Franz Adlkofer: Sein letztes Interview bei Eingeschenkt.TV am 23.9.2020

Prof. Dr. med. Franz Adlkofer: Sein letztes Interview! Strahlung, 5G und der Lobbyismus






Mobilfunkstrahlung schädigt die DNA
Wissenschaftler im Interview: Schädliche Folgen der Mobilfunkstrahlung werden verborgen (Video)
13 Jan. 2019, in: Rt Deutsch

Professor Franz Adlkofer kam zu RT mit einer gewissen Skepsis. „Ein schwieriges Thema“, sagte er. Vor allem, weil Ergebnisse langjähriger Studien im Bereich „Biologische Wirkung der elektromagnetischen Felder“ den Interessen der Mobilfunkunternehmen zuwiderlaufen.
Im Interview mit Maria Janssen erklärt Adlkofer, wie die wissenschaftlichen Untersuchungen abliefen und welche Ergebnisse sie hervorbrachten. Außerdem berichtet er von den Schwierigkeiten, mit denen er und sein Team von Wissenschaftlern konfrontiert wurden, als sie feststellten, dass die Strahlung menschliche DNA schädigt – und zwar bei einer Dosis, die deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten liegt.
Prof. Dr. med. Franz Adlkofer arbeitete bis 1969 als wissenschaftlicher Assistent am Max-Planck-Institut für Biochemie in München und bis 1976 an der Freien Universität Berlin. Bis 1995 leitete er die wissenschaftliche Abteilung im Verband der Cigarettenindustrie (VdC), wo er die krebserregende Wirkung der Inhaltsstoffe untersuchte. Von 2000 bis 2004 leitete er ein EU-Forschungsprojekt, das sich mit der biologischen Wirkung elektromagnetischer Felder befasste. Die Studie wurde unter dem Namen REFLEX international bekannt.

Forschung im Spannungsfeld von Industrie, Politik und Rechtsprechung
Der sog. ‚Wiener Skandal‘ und das aktuelle spektakuläre Bremer Urteil vom Januar 2021 für die Forschung: Franz Adlkofer, Koordinator der wegweisenden EU-REFLEX-Studie, im Interview mit Klaus Scheidsteger am 16.4.2021 – Analysen und Einschätzungen zur Bedeutung des Urteils, zur gegenwärtigen Situation der Forschung im Spannungsfeld von Industrie, Politik und Rechtsprechung, unter anderem auch zur 5G-Debatte: „Die Forschung, die zu 5G vorliegt, ist gering“.

Forschung im Spannungsfeld von Industrie, Politik und Rechtsprechung

Das Hanseatische Oberlandesgericht Bremen verurteilt Professor Alexander Lerchl zur Rücknahme seiner Fälschungsbehauptung gegenüber der REFLEX-Studie

https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail?newsid=1664

Franz Adlkofer, Franz; Richter; Karl: Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft. Eine Dokumentation . Schriftenreihe Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V., Heft 5. 2011.

Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft

Forschung und Lehre. Unabhängige wissenschaftliche Forschung.
Die Errichtung der Stiftung PANDORA erfolgte aufgrund der Erfahrungen, die Wissenschaftler immer dann machen, wenn sie Forschungsergebnisse veröffentlichen, die den Interessen von Politik und Industrie im Wege stehen. Ein Beispiel ist die Auseinandersetzung um mögliche gesundheitliche Risiken elektromagnetischer Felder, insbesondere der Mobilfunkstrahlung.
Professor Franz Adlkofer hat von 1999 bis 2004 das von der EU geförderte REFLEX-Projekt (Risk Evaluation of Potential Environmental Hazards From Low Frequency Electromagnetic Field Exposure Using Sensitive in vitro Methods) organisiert und koordiniert. Entgegen der Erwartungen endete das Projekt mit der Erkenntnis, dass elektromagnetische Felder in isolierten menschlichen Zellen Struktur und Funktion der Gene zu ändern vermögen. Wie mit diesen Ergebnissen von Politik und Industrie umgegangen wurde, kann in der Dokumentation von Prof. Adlkofer und Prof. Richter nachgelesen werden.
Während der Vorbereitung von REFLEX wurde auch die Mobilfunkindustrie um Unterstützung gebeten. Bei der Präsentation äußerte ein eng mit der Industrie zusammenarbeitender Wissenschaftler, dass mit dem Projekt die ‚Büchse der Pandora‘ geöffnet werde. Eine Förderung seitens der Industrie blieb aus, aber die Stiftung hatte ihren Namen: PANDORA. Entsprechend der griechischen Mythologie ist durch Öffnen der Büchse das Schlechte in die Welt gekommen, nach dem abermaligen Öffnen aber auch die Hoffnung. Auf diese setzen wir!
Was für den Mobilfunk gilt, kann auch auf andere Bereiche übertragen werden, denn allzu oft zeigt es sich, dass wir über bestimmte Risiken aus kommerziellen Gründen von Politik und Industrie im Unklaren gelassen werden.

Über die Stiftung

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